Bea und Paul in Sardinien 2010

Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 15:33 Uhr | Geschrieben von: Brunner René

Hallo meine Lieben,

Sardinien umsegelt! Dank gutem Wind und etwas Geduld konnten wir von den 650 sm fast 90% Segeln. Den Motor benötigten wir meist nur für Anker- und Hafenmanöver!

 

Aber nun schön der Reihe nach:

 

-          Am 6.6. Ging’s auf einen grossen Einkauf  und danach musste das Schiff klar gemacht werden. (Segel setzen, Wasser bunkern usw.)

-          So konnten wir am Montag Cagliari verlassen und gemütlich bis nach Villasimus segeln. Dort ankerten wir in der Hafeneinfahrt und genossen die erste Nacht richtig auf See.

-          Am andern Morgen ging’s weiter bis zu den Isola Serpentara. Leider schlief dort der Wind ein. Schon bald hatten wir in einer ruhigen Bucht Cala Pira auf dem „Festland“ den Anker gesetzt. Die neuen Sonnenkollektoren montiert. Die Nacht versprach schön ruhig zu werden, wir wurden aber bald von einem starken Schwell überrascht.

-          Immerhin hatten wir am 9.9. genügend Wind um bis nach Porto Corolla zu Segeln. Dort genossen wir eine prima Pizza und vielen bald in einen Tiefschlaf

-          Kaum Wind, grosser Schwell wir blieben im Hafen.

-          11.6. Guter Wind versprach einen schönen Segeltag. Um 10 Uhr auslaufen, doch schon Kurz nach der Hafenausfahrt meldet ein Deutsches Schiff, dass die Weiterfahrt nach Norden durch das Militär bis 12 Uhr gesperrt sei. Zweiter Anlauf um 12, wir werden aber schon bald von einem Schnellboot abgefangen. Gesperrt bis 15, für uns zu spät für die vorgesehene Tagesetappe. Also eine 3. Nacht im Hafen.

-          Nun geht’s weiter, leider mit nur wenig Wind, dafür etwa die Hälfte unter Motor nach S. Maria di Navarrese.

-          Immer noch schwacher Wind Wir schaffen es bis in die Cala di Cartoe.

-          14.6. nun stimmt der Wind wieder und bringt uns in die schöne Bucht Porto Ainu.

-          In einem lieblichen Hafen Porto Oro an der Costa Smeralda wird über Nacht das Schiff von oben mal richtig gewaschen und wir geniessen die „privaten“ WC und Duschen!

-          Der Wind hat tüchtig zugelegt, nach einem Ankerversuch in einer Bucht fliehen wir in den Porto Cervo. Dort trifft sich SchickiMicki, Übernachtung € 136.—ohne Strom, WC, Douche mit Buganker. Kein Wunder hat es noch viele leere Plätze.

-          Am Morgen fliehen wir in die Madalenas. In einer sehr windgeschützten Bucht Cala Spalmatore lassen wir den Mistral über uns blasen.

-          Ein starker WSW bläst uns mit 1/3 Genua, Gross 2 Reff mit bis 8 kt nach Pinarellu in Korsika. Dort Ankern wir bei ruhigem Wetter bei „unserem“ Zeltplatz (waren etwa 20 mal dort) und treffen auch noch Bekannte an. Doch schon beim Einkaufen dreht der Wind und wird beängstigend stark. Es muss immer eines auf dem Schiff bleiben! Der Anker scheint gut zu halten, selbst bei Böen bis 9 bf schliert er nicht. Der Ankeralarm auf dem Laptop ermöglicht trotzdem einige Stunden Schlaf.

-          Den 19.6. Diesen Tag geniessen wir (einzeln) so gut es geht auf dem Zeltplatz und beim Schwimmen mit 20°. Ich getraue mich nicht, das Schiff alleine vor Anker zu lassen.

-          Dank dem Wetterbericht von Rolf (mein SMS-Wetterbericht ist nichts wert) wagten wir die Weiterfahrt wieder gegen Sardinien. In der 3. Bucht, im Golfe die Rondinara fanden wir endlich einen guten Ankerplatz. Leider ist hier nichts mehr mit schwimmen, Wasser noch 13°, Luft noch 15°. Brr.

-          21.6. Mit WSW 5-6 bf kämpften wir uns mit 1/3 Genua bis nach S. Teresa Gallura. Hier verbrachten wir im Hafen wieder einmal eine ruhige Nacht und besichtigten das schöne Städtchen.

-          Mit etwas weniger Wind, natürlich auf die Nase und immer noch mit etwas Schwell segeln wir schon fast gemütlich in den schönen Hafen Porto Isola Rossa.

-          Am 22.6. gab es nur einen kurzen Schlag nach Castelsardo. Diesen wunderbaren Ort mussten wir natürlich besichtigen.

-          Auf dem Weg nach Stintino hatten wir zuerst fast keinen Wind, Verhältnisse wie zu Hause. Immerhin frischte er dann au 3-4 Bf auf, natürlich aus Westen, also wieder hart am Wind.

-          25.6. Durch die „Rade del Fornelli“ konnten wir mit einer leichten Briese durchsegeln. Von da an geht es jetzt wieder dem Süden zu. Ein angenehmer Wind aus NNW schiebt uns mit rund 5 kt in eine Schöne Bucht Cala del Bollo (Porto Conte). Leider wurde auch hier das Wasser durch den Mistral auf 17° abgekühlt, was unser Verlangen nach schwimmen  entsprechend dämpft.

-          Nach  nur 10 sm erreichten wir die interessanten Stadt Algehro. „Sightseeing” Einkaufen Nachtessen. Der Besuch des Aquariums war ein Flop, die Tiere taten uns sehr leid.  Eine interessante quirlige Stadt, besonders heute am Samstagabend.

-          Trotz aller Bemühungen, inkl. Spy setzen (für 5 Minuten) brauchten wir schlussendlich doch noch den Motor um Bosa Marina zu erreichen.

-          Am 28.6. hat es geklappt, schon im grossen Hafen Segel gesetzt, Winddreher am Nachmittag, Mit Spy (5-7  kt) noch etwa 3 Stunden nach T. S. Giovanni (Oristano) gesegelt. Neben Römischen Ausgrabungen geankert. Rekord, Segelstrecke 99%! Durchschnitt bis heute 86%. Wasser wieder angenehme 21° warm.

-          Trotz gutem Start schläft der Wind schon bald ein. Nach geduldigem Warten kommt doch noch eine angenehme Briese, schläft aber 6 sm vor unserem Ziel ein. Neues Ziel eine weite Sandbucht Protixeddu (Capo Pecora).

-          30.6. An einer menschenleeren Küste entlang mit 5-6 kt bei halbem Wind geniessen wir eine super Delphinshow! Über längere Zeit begleiten uns ausgewachsene und auch Eltern mit Kind und zeigen ihr Können. Übernachtet haben wir in einer ganz einsamen Bucht, der Cala Domestica.

-          Auch der neue Monat hat uns mit einem guten Wind verwöhnt. Der Küste entlang, an alten Bergwerksiedlungen segelten wir in den Hafen Villamarina Isola Piana. Das ist eine ganz kleine Insel vor San Pietro. Wir können es jetzt sehr gemütlich nehmen, sind wir doch schon weit im Süden.

-          2.7. Segelnd die Insel San Pietro umrundet bis in den Hafen von  Carloforte. „Dank“ drehenden Winden bis 180° mussten wir 80% aufkreuzen. Wieder eindrückliche Küste. Stadt besichtigt Vorräte ergänzt und ein gutes Restaurant für das Nachtessen gefunden.

-          Samstag = Ruhetag (auch der Wind ist eingeschlafen), mit dem Bus an eine schöne Bucht gefahren und dort das Strandleben genossen. Auf Empfehlung eines Schweizers ein weiteres gutes und erst noch günstiges Restaurant gefunden.

-          Der Mistral kommt zur rechten Zeit und bläst uns nur mit der Genua zügig in die schöne Bucht Porto Pino (Punta Menga).

-          Am Montag geht es im gleichen Stiel weiter, bis in den Hafen Porto di Teulada, aufs Ankern in der nahen Bucht verzichten wir bei 6 bis 7 bf.

-          Immer noch mit gutem achterlichem Wind nur mit der Geuna finden wir im Capo di Pula einen guten Ankerplatz für eine ruhige Nacht.

-          7.7. Es ist so schön hier und der Wind macht Pause, dass wir einen Badetag einlegen. Wasser bis 24.9°!

-          Fast ohne Wind nehmen wir den letzten Abschnitt in Angriff. Endlich im Golf von Gagliari frischt der Wind auf 4 bf auf und wir geniessen nochmals das Segeln. Kurz vor dem Hafen zeigt noch über eine längere Strecke ein Delphin sein Können. Dank dem Hund auf Nachbars Schiff habe ich sogar unseren Platz wieder gefunden!

-          Heute Freitag ist Stadtbummel angesagt, mit Castello usw.

-          Samstag. Nochmals Einkaufen, danach stellen wir fest, dass der „exakte“ Nachbar ausgelaufen ist, das benützen wir um die Segel und das Bimini abzuspritzen und vom Salz zu erlösen. Um 12 Uhr können wir ablegen und ein angenehmer Südwind schiebt uns mit ca. 5 kt in die schöne Badebucht beim Riu Solanas (südlich Villasimius).

-          Sonntag der Wind macht Pause, erst um 15 Uhr lockt eine leichte Briese uns aus der Bucht. Wir umsegeln noch die Isola dei Cavoli und kehren wieder in die schöne Bucht zurück. Für die letzten 2.5 Meilen benötigen wir den Motor. Der Wind kommt erst wieder als wir vor Anker liegen.

-          Den Montag starten wir mit einem ausgiebigen „Schwum“ an den Strand. Schon bald bläst eine schöne Briese aus Süden. Nur mit der Genua schippern gemütlich dem Strand entlang, Sightseeing pur. Bei Marina di Capitano gehen wir an den Wind, setzen das Gross und werden schön nach „Hause“ getragen. Im Hafen müssen wir noch einem riesigen Kreuzfahrtschiff ausweichen, dann geht es noch zum Tanken. 35 l Diesel haben wir verbraucht.

-          Dienstag, Schiff reinigen und Mittwoch nach Hause fliegen.

liebe Grüsse Bea & Paul